Der Mannheimer Seniorenrat e.V. hat am Donnerstag mit tiefem Entsetzen, Betroffenheit und Sorge den militärischen Überfall auf den souveränen Staat Ukraine durch das Nachbarland Russland zur Kenntnis nehmen müssen. Gerade die ältere Generation, welche die bitteren Erfahrungen des 2. Weltkrieges noch in lebendiger Erinnerung hat, ist tief entsetzt über diesen dreisten Überfall auf ein souveränes Land in Europa, das im Verlauf des Zusammenbruchs der Sowjetunion 1991 seine Unabhängigkeit von Moskau erreicht hat.

Der Mannheimer Seniorenrat e.V. ist in seinen Grundsätzen stets parteipolitisch neutral und hat das immer wieder zum Ausdruck gebracht. Das bedeutet aber  dennoch nicht, dass wir als Vertreter der älteren Generation – die teilweise noch den 2. Weltkrieg und die bittere Nachkriegszeit erlebt  hat – uns immer wieder und stets aus gebotenem Anlass mit Geist und Gefühlen für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit  engagieren bzw. zu Wort melden. Dabei orientiert sich unser Handeln immer an den Grundwerten des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Der Einmarsch russischer Militärverbände in der Ukraine zeigt aber, dass seit dem Ende des zweiten Weltkrieges keineswegs Frieden nach innen und außen in allen Staaten eingekehrt ist, die damals das Naziregime besiegt haben. Dennoch hat die westliche Welt – nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 – auf eine friedliche Zusammenarbeit mit den osteuropäischen Staaten gehofft. Mit seiner Rede im Deutschen Bundestag hat Putin diese Hoffnung noch bestärkt.

Jetzt zeigt sich, dass das Ende der Sowjetunion 1991 in den russischen Hegemonialköpfen noch nicht ad acta gelegt ist und nach Wiederherstellung der alten Grenzen rufen. Der Einmarsch hat deshalb nicht nur eine militärstrategische Bedeutung, sondern richtet sich vorrangig gegen die Gedanken von Glasnost und auf alles was wir im Westen insgesamt gehofft haben: auf Offenheit, Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie in Europa. Darauf haben auch die Menschen in Russland und in allen Staaten der ehemaligen Sowjetunion gehofft.

Die vergangenen Jahre haben dagegen eine Rückentwicklung im Osten Europas (siehe Belarus, ehemals Weißrussland aus stalinistischer Zeit) mit Blick auf die demokratischen Grund- und Freiheitsrechte der Menschen – ausgelöst durch Wahlfälschungen und Vergiftungsaktionen – deutlich sichtbar werden lassen.

Der Mannheimer Seniorenrat e.V. verurteilt zutiefst den Einfall russischer Truppen in der Ukraine, als Akt der Barbarei, der in Moskau seine Aggressionsanführer hat.

Wir fordern zusammen mit vielen Menschen in Mannheim, Deutschland und Europa von den jetzigen Führungskräften in Russland mit großem Nachdruck, stellen Sie unverzüglich die Aggression gegen die Ukraine und damit gegen die Demokratie in diesem Lande ein. Nur Frieden und Freiheit sind Garant für eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft für alle Menschen, in einem Land und in der Staatengemeinschaft als Ganzes. Dessen sollten sich auch die jetzigen Macht besessenen „Säbelrassler“ in Russland bewusst sein. „Nie wieder Krieg“ haben auch die Menschen der Ukraine nach den geschlagenen Wunden und bitteren Erfahrungen des 2. Weltkrieges verdient.

Der Mannheimer Seniorenrat e.V. trauert mit allen Menschen der Ukraine, die im Verlauf dieser irrsinnigen Militär-Aggression ihr Leben bereits verloren haben und noch verlieren werden.

Mannheimer Seniorenrat e.V.
Vorsitzende Marianne Bade
Vorsitzender Konrad Schlichter

 

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